ejemploera.jpgEYLBID (2020-2021) ist eine strategische Partnerschaft bestehend aus fünf Hochschuleinrichtungen und einem sozialen Unternehmen. Ihr Fokus liegt auf einer der horizontalen Prioritäten der europäischen Partnerschaft: der sozialen Eingliederung. Dabei wird ein besonderer Wert auf die interkulturelle Sprachmittlung und den sprachmittlerischen Tätigkeiten von Jugendlichen gelegt. 

Kinder und Jugendliche nehmen in Migrationsprozessen eine wesentliche Rolle ein. Durch deren Einschulung und die damit verbundene Teilnahme am sprachlichen Alltag innerhalb der neuen Gesellschaft fällt ihnen das Erlernen der Amtssprache(n) des neuen Landes leichter als es bei ihren Eltern in der Regel der Fall ist. Aus diesem Grund sind die zweisprachigen Jugendlichen diejenigen, die innerhalb ihrer Familie übersetzen und dolmetschen müssen, um die Kommunikation zwischen ihnen und der Außenwelt, also zwischen Mehrheit- und Minderheitsgesellschaften, zu schaffen. 

EYLBID setzt einen speziellen Schwerpunkt darauf, ein Bewusstsein für die Existenz des Phänomens der jungen Sprachmittler*innen in ganz Europa zu schaffen. EYLBID wird sich nicht nur für die Sichtbarkeit dieses Phänomens einsetzen, sondern auch für die Förderung und Stärkung von jungen Sprachmittler*innen im schulischen Kontext. In zahlreichen Situationen innerhalb des schulischen Kontexts empfangen die Herkunftssprachen der Jugendlichen, die nicht der Amtssprache entsprechen, zu wenig Wertschätzung und Funktion. Dieses Projekt wird dazu beitragen, einerseits sprachliche Vielfalt und kulturellen Reichtum zu fördern und andererseits eine offenere Haltung gegenüber der kulturellen Vielfalt und Traditionen einzunehmen.

Ziel von EYLBID ist die Entwicklung von Materialien zur Förderung von sprachlichen, sozialen und interkulturellen Kompetenzen. In Anlehnung an den von der Europäsichen Komission geförderten Open-Access-Ansatz (COM2007/56, C2012/4890), werden die im Rahmen des Projektes konzipierten Materialien für die öffentliche Nutzung zur Verfügung gestellt. Der offene Charakter der Materialien soll dem Problem der sozialen Spaltung entgegenwirken und einen umfassenderen Ansatz der sozialen Eingliederung ermöglichen. Wie bereits aufgeführt, werden die durch multikulturelle und multimodale Konzepte geschaffenen Ressourcen zur Steigerung des Ausbaus von sozialen und interkulturellen Fähigkeiten behelfen. Die Ressourcen werden in unterschiedlichen Formaten angeboten. Dabei werden gleichzeitig die Inhalte der Amtssprachen folgender teilnehmenden Länder generiert: Spanisch oder Katalanisch, Italienisch, Englisch und Deutsch. Zusätzlich verfügen die erstellten Materialien über anwendbare Aktivitäten mit den unterschiedlichen Herkunftssprachen der Jugendlichen, wie zum Beispiel Chinesisch, Arabisch, Türkisch, Urdu, etc. 

All dies wird durch das Zusammenwirken von komplementären Partnern ermöglicht, die Erfahrung und intensive Fachkenntnisse bezüglich Einwanderung, Bildung und Sprache vorweisen. Denn nur zuverlässige und engagierte Partner können eine realistische Entwicklung des Projekts gewährleisten. 

 

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